Petition gegen das Heidelberger-Modell

Am 12.02.2021 hat der Bundesrat einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, der sich auf § 5d II S. 4 Deutsches Richtergesetz (DRiG) bezieht und die Streichung der Gesamtnote im Zeugnis über die erste staatliche Prüfung vorsieht.
Es soll also künftig auf die Bildung einer Gesamtnote aus universitärer Schwerpunktbereichsprüfung und staatlicher Pflichtfachprüfung verzichtet werden.

Dieses Gesetz wird vor allem uns als zukünftige Absolvent*innen des Staatsexamens betreffen.

Deshalb hat der Bundesverband Rechtswissenschaftlicher Fachschaften (BRF) eine Petition gestartet mit der der Bundesrat, der Bundestag und die regierenden Parteien auf unser Anliegen aufmerksam gemacht werden sollen.

Die Petition findet ihr hier.

Zu der Stellungnahme der FSI zum JuMiKo-Beschluss vom 7.11.2019 kommt ihr hier.

Der Artikel von Prof. Dr. Zuck aus der NZA 2021, 166

Auch uns ist die Diskussion um den rassistischen Kommentar von Prof. Dr. Zuck aus der Neuen Zeitschrift für Arbeitsrecht, NZA 2021, 166 nicht entgangen und schließen uns der Pressemitteilung des BRFs an. Wir sind empört, dass solche Vorfälle zum Einen noch zur Tagesordnung gehören und zum Anderen, dass der Beck-Verlag offenbar nicht über die notwendigen Ressourcen oder das notwendige Wissen verfügt um solche Beiträge herauszufiltern.

Das Statement des BRF findet ihr hier.

Crashkurse für das dritte Semester

Auch dieses Jahr wird es Online-Crashkurse für das dritte Semester geben.

Am 13.02. und 14.02.2021 in Strafrecht III mit Iuliia und Marco und am 20.02. und 21.02.2021 in BGB III mit Iuliia und Jan-Louis. Näheres findet ihr hier, genauere Uhrzeiten und Webex-Zugangsdaten sind jetzt auf der Fachbereichs-Website zu erfahren.

Man muss sich nicht anmelden und es wird auch keine Platzbeschränkung geben.

Crashkurse von ELSA

ELSA, die European Law Students Association, bietet in den kommenden Tagen Crashkurse unter anderem in Schuldrecht BT und Europarecht an. Mehr Infos findet ihr auf dessen Facebook-Seite, hier.

Anmelden könnt ihr euch, indem ihr ELSA (unter: vpsc@elsa-berlin.de) eine E-Mail mit eurem FU-Account schreibt. Ihr müsst dabei angeben für welchen Crashkurs ihr euch anmelden wollt. Ihr könnt auch an mehreren teilnehmen.

Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte

Mit etwas Verspätung kommt jetzt auch der Beitrag zum Römischen Recht und Europäische Rechtsgeschichte.

Allgemeines

Das Modul ist nicht examensrelevant, enthält aber mitunter Inhalte, die für spätere Module, wie Sachenrecht oder die Schwerpunkte Römische oder Europäische Rechtsgeschichte, interessant sein könnten. Neben dem inhaltlichen Aspekt ist das Modul auch aus einer studientaktischen Sicht nicht zu vernachlässigen. Es ist wohl das leichteste Modul im ersten Semester und eignet sich hervorragend, um mit relativ wenig Mühe gute Noten, auch im zweistelligen Bereich, einzufahren. Diese könnten für ein späteres Auslandsstudium ausschlaggebend sein.

Lernen

Wie lernt man für Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte?

Unsere Erfahrung mit dem Modul zeigt, dass das Anhören der Vorlesungen, insbesondere der letzten vier, wo in der Regel eingegrenzt wird, und das Studieren der Folien normalerweise ausreicht, um solide Noten zu schreiben. Zusatzwissen durch Lehrbücher ist empfohlen, aber nicht zwangsläufig notwendig.

Das Format der Klausur unterscheidet sich von dem in den anderen Modulen, sie wird zum Einen zur Hälfte aus Römischem Recht und zur Hälfte aus Europäischer Rechtsgeschichte bestehen und während ihr in Strafrecht oder Bürgerliches Recht vor allem Gutachten erstellt, werdet ihr hier Interpretationen von Quellen schreiben und Sachfragen beantworten. Vielleicht schaut ihr euch also noch einmal die Unterlagen aus der Oberstufe an, die sich mit Interpretation beschäftigen, das ist aber kein muss. Man schafft sie bei durchschnittlichen Schreibfähigkeiten auch so.

Eine Lernstrategie, von der ihr sicherlich schon gehört habt, ist, dass man sich auf eines der beiden Themengebiete fokussiert und das andere mehr oder weniger außen vor lässt. Das kann funktionieren, ist aber sehr risikoreich. Sollte in eurem bevorzugten Gebiet ein Thema behandelt werden, welches ihr trotz des konzentrierten Lernens nicht könnt, seid ihr aufgeschmissen.
Wir empfehlen euch daher sich mit beiden Themengebieten auseinanderzusetzen, damit ihr sicherer aufgestellt seid.

Nachdem das gesagt ist, noch ein kleiner Ratschlag: Unterschätzt die Klausur nicht, aber steckt auch nicht zuviel Energie in die Vorbereitung. Das Wichtige im ersten Semester ist das Erlernen des Gutachtenstils und die Einführung in eine (annähernd) juristische Denkweise. Eure ProfessorInnen wissen das und konzipieren die Klausur in der Regel auch dementsprechend. Macht euch da keinen allzu großen Kopf.

Freischussverlängerung auch für das Wintersemester 20/21

Auf Nachfrage der Länderfachschaft Berlin-Brandenburg (LRF) hin hat das Gemeinsame Juristische Prüfungsamt der Länder Berlin und Brandenburg (GJPA) sich endlich dazu entschieden, das Covid-19-Wintersemester (20/21) nicht auf den Freischuss anzurechnen. So äußerten sie sich gegenüber des Vorstands des LRFs.

Selbiges bestätigte lto auf ihrer Website (hier). Sie berufen sich auf einen Sprecher der Justizverwaltung.